Fahrkultur

Neu gezeichnet

TEXT  Joachim Fischer  
·  FOTOS  Andreas Ezelius  
·  6.04.2021
Der DBR1 ist für Aston Martin das Pendant zum Ferrari 250 GTO – eines der schönsten und legendärsten Rennmodelle überhaupt.
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Als glühender Verehrer des zweisitzigen Sportwagens hat der 3D-Künstler Andreas Ezelius den DBR1 zu einem DBR1 X neu modelliert. „Ich habe mein altes Aston Martin-Modell genommen und es etwas brutaler gemacht“, so beschreibt er seine Heransgehensweise. „Ich wollte versuchen, etwas mit Kit-Bashing und einer ausgereifteren Idee im Vergleich zu meinen früheren Arbeiten zu machen“, und hey presto, die ganze legendäre Patina ist weg. Alles weg. Die Aston-Martin-Racing-Green-Lackierung, die Zierumrandung und Rundaufkleber in Clubsport White – alles weg!

Obwohl der DBR1 für den Rennsport gebaut wurde, war er auch ein Vorläufer für einige der bekanntesten „DB“-Straßenfahrzeuge der Marke. Er wurde von Frank Feeley in Zusammenarbeit mit dem leitenden Renndesigner Ted Cutting entworfen. Bis heute gilt die Form des DBR1 als eine der schönsten und anmutigsten aller Zeiten. Und nun dieser DBR1 X. Er wirkt ein wenig ungestümer. Aufregender als der für 2021 präsentierte V12 Speedster von Aston Martin allemal. Dieser hier bekommt mit Slicks auf Doppelspeichen-Leichtmetallrädern sowie Kotflügelverbreiterungen einen deutlich, roheren Racing-Look. Überraschung: Einer der beiden Ausschnitte zeigt acht High-Flow Ansaugtrichter, auch Einlasstrompeten genannt. „Könnte es sein der Aston einen V8 anstelle des ursprünglichen 2,6-Liter-6-Zylinder bekommen hat?“ So wie es aussieht, ja.

Was die verbleibende Öffnung an der Vorderseite der Motorhaube betrifft, markant mit einer Stoßstangenaufhängung mit gelben Federn dargestellt, ist wohl nicht jedermanns Geschmack. Eben Geschmackssache. Stilsicherer ist da schon das minimalistische Armaturenbrett, welches jetzt über eine digitale Anzeige anstelle von altmodischen Instrumenten verfügt. Der Schalthebel des Schaltgetriebes aus massivem Metall wiederum ist ein Kunstwerk für sich. Auf jeden fall sieht alles bis in’s Detail „echt“ aus.

Es ist sicherlich diskussionswürdig, einen seltenen Aston Martin DBR1 in diesem Maße zu modifizieren. In diesem Fall handelt es sich ja lediglich um einen schön gestalteten Ausflug in die Welt des Renderings. Insofern wurde für den „Umbau“ kein echter Rennwagen im Wert von mehreren Millionen Euros benötigt. Insofern kann man das hier gezeigte Ergebnis auch schon einmal als wohl „schönste Entgleisung“ am besten umschreiben. Oder, was meinen Sie?

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