Fahrkultur
/Automobile

URBAN STYLE #LYNK & CO

TEXT  Christian List  
·  FOTOS  Jeff Perez  
·  4.04.2021
Diversification, oder auf Deutsch: Diversifizierung. Zauberwort aller Marketingfachleute. Früher nannte man es unelegant Risikostreuung, der Duden definiert es als »Ausweitung der Produktion, des Sortiments eines Unternehmens auf neue, bis dahin nicht erzeugte, angebotene Produkte, Sortimente«.
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Mit neuem Namen, außergewöhnlichem Design und bewährter Volvo-Technik. Für die, uns bekannten Globalplayer bedeutet dies eine bewusste Fragmentierung des Angebots, möglichst viele potenzielle Konsumenten ansprechen zu können, um gewonnene oder noch zu erobernde Anteile eines teilweise stagnierenden Marktes (ein zugegeben fließender Begriff) zu festigen. Und so kommt es das sich China derzeit kaum vor neuen Elektro-Startups retten kann. Lynk & Co. vom privaten Geely-Konzern aber will mit seinen Autos mehr sein: Vor allem eine Lifestyle-Marke für junge Kunden aus den Städten. Dazu gehören Elektromodelle, aber zumindest am Anfang auch konventionelle Benziner. Kleinere – beziehungsweise neue Hersteller wie Lynk & Co können sich auf ein Segment konzentrieren und mit kleinen Zahlen überleben. Die großen Hersteller müssen nach wie vor viele Autos verkaufen. Das geht mit Nischenmodellen nicht wirklich. Aber da die neuen, oftmals elektrisch betriebenen Fahrzeuge nicht ganz so komplexe Maschinen sind wie klassische Automobile, ist Angebotserweiterung schon machbar. Einem Kreativen wie Andreas Nilsson, bei Lynk & Co zuständig fürs Design kann es schon mal nahe gehen, wenn es heißt Entscheidungen für die nächsten Modellgenerationen zu treffen, wenn die Modellpolitik dann doch zu pragmatisch wird. »Für mich ist und bleibt Autofahren ein zutiefst emotionales Erlebnis«, sagt er, und man könnte fast meinen, dass er den traditionellen Baureihen nachtrauert. Oder vielleicht gar beneidet?

Lynk drängt mit hohem Tempo in den Markt. Weshalb alle aufhorchen, wenn sie eine ihrer Zukunftsstudien präsentieren, denn die Visionen der Chinesen sind ausschlaggebend für das, was sich in 10 oder 20 Jahren auf vier Rädern bewegen wird. Was uns wieder zur eingangs beschriebenen Diversifizierung bringt. Lynk & Co bedient schon heute eine Lifestyle-orientierte Zielgruppe mit einem Angebot zur »Urban Mobility«. Das wird nicht nachlassen. Zero-Emission-Mobilität wird lebenserhaltende Notwendigkeit, städtische Fahrverbote, Car Sharing – Schreckgespenst der oben genannten Freien Radikalen – praktizierte Wirklichkeit werden, volle Online-Vernetzung und integrierte A.I. zur Selbstverständlichkeit. Lynk & Co möchte mit seinen Autos so etwas wie eine Sharing-Community aufbauen. Auf der Website www.lynkco.com kann man sich schon als Mitglied in eine Warteliste eintragen, wenn man an diesem Sharing-Modell teilnehmen möchte. Nun ist es aber nicht so, dass man verpflichtet ist, als Eigentümer eines 01 an dieser „Shareconomy“ teilzunehmen. Allerdings kann das interessant sein, denn darüber lassen sich die Unterhaltskosten für ein geräumig-kompaktes Elektroauto senken. Je mehr man es vermietet, desto niedriger sind die laufenden Kosten. Dafür steht eine App zur Verfügung, in der man dann als Besitzer eines 01 eingeben kann, in welchen Zeiten das Auto unterwegs sein darf. Neue marke, neues Konzept – man darf gespannt sein!

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