Lebensart
/Bücher

Houston, wir haben ein Problem

TEXT  Juliane Gringer  
·  FOTOS  Omega  
·  7.04.2021
Die Apollo-13-Mondmission im April 1970 endete beinahe in einer Katastrophe. Aber ihre OMEGA Speedmaster Chronographen retteten die Astronauten vor dem Absturz. Dafür wurde das Unternehmen mit dem Silver Snoopy Award ausgezeichnet.
Teilen
Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on email

In der Raumfahrt entscheidet Präzision über den Erfolg oder Misserfolg einer Mission. Bei der Apollo-13-Mission im Jahr 1970 waren es die OMEGA Speedmaster Chronographen der Astronauten, die ihr Leben retteten und sie sicher zurück auf die Erde brachten. Jim Lovell, Jack Swigert und Fred Haise waren unterwegs zum Mond, als bereits zwei Tage nach dem Start ein Sauerstofftank an Bord explodierte – über 300.000 km von der Erde entfernt! In diesem Zusammenhang fiel auch der berühmte Satz „Houston, wir haben ein Problem!“, als Kommandant Lovell sich recht cool im Kontrollzentrum meldete. Die Besatzung konnte mit diesem Defekt nicht mehr auf dem Mond landen und umrundete ihn kurzerhand, um wieder die Erde anzusteuern. Durch die Explosion verursachte Defekte führten allerdings dazu, dass die drei Astronauten alle möglichen Stromverbraucher abschalten mussten, um die lebenserhaltenden Systeme zu schonen – darunter auch den Bordcomputer, der für die Zeitmessung genutzt wurde.

Sie hatten sich von der geplanten Flugbahn entfernt, ihr Modul drohte, im falschen Winkel in die Erdatmosphäre einzutreten und dann wären sie zurück ins All geschleudert worden, ohne Hoffnung auf Rettung. Um den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zu ermöglichen, musste die Zünddauer der Triebwerke höchstpräzise abgemessen werden: Ziemlich genau 14 Sekunden mit minimaler Toleranz – und hier kam die OMEGA Speedmaster Moonwatch zum Einsatz. Das Manöver funktionierte perfekt – und so landete Apollo 13 am 17. April sicher im Pazifik. Thomas Stafford erklärt: „Die Speedmaster entschied über Erfolg oder Niederlage der Mission, da wir keinen Strom für Timer oder Computer hatten. Es blieb also nur diese Uhr.“

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

OMEGA erhielt anschließend wegen der wichtigen Rolle der Speedmaster ein ganz besonderes Zeichen des Dankes: den Silver Snoopy Award. Er wird von Astronauten an sehr ausgewählte Menschen oder Unternehmen vergeben, die bedeutend zum „Erfolg der bemannten Raumfahrtmissionen“ beitragen. Der Award wurde von dem Snoopy-Zeichner Charles M. Schulz entworfen und zeigt den Beagle in einem Raumanzug und mit seinem berühmten Fliegerass-Schal. Snoopy hat eine besondere Verbindung zur NASA: Anfang der 1960er-Jahre erschien er in seinen Comicstrips auf dem Mond. Ganz Amerika war damals im Weltraum-Fieber – und der charmante Hund etablierte sich als Symbol für echten Forschergeist. 1968 machte die NASA ihn sogar zum „Gesicht“ ihres Flugsicherheitsprogramm.

Omega ist mit der Auswahl für die Ausstattung der bemannten Raumfahrt (durch die NASA) ein Marketing-Wunder gelungen, von dem andere Marken nur träumen können und von dem die Bieler Uhrenmarke noch lange zehren wird. Sicherlich hätten auch andere Chronographen Mondlandungen überstanden und 14 Sekunden zielgenau abgemessen, aber es war nun mal eine Speedmaster, die von der NASA ausgewählt wurde. Eine tolle Geschichte, zu der man die Marke beglückwünschen darf. Der Originale Pin des Snoopy Silver Award ist übrigens im Bieler Omega Museum ausgestellt.

Die Omega Speedmaster Edition zu 50 Jahren Snoopy Award kostet knapp 10.000 Euro und ist seit Oktober 2020 erhältlich.

Promotion

Auktion

Lamborghini Gallardo LP 560-4

Shop

S.T. Dupont Feuerzeug, Line 2, King of Cards