Magazin Artikel

Herbert und sein BMW

TEXT  Joachim Fischer  
·  FOTOS  Julius Hirtzberger  
·  30.11.2021
Herbert und sein BMW
Für Herbert Grünsteidl geht es beim Autofahren um Freiheit. Genau die bringt dem ehemaligen Rallyefahrer sein in Eigenregie restaurierter BMW 2002 ti von 1969. Fotograf Julius Hirtzberger hat ihn bei einer Ausfahrt in den herbstlichen Alpen mit seiner Leica SL begleitet.
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Sonntagmorgen, kurz nach 4:30 Uhr. Noch liegt die Loser Höhenstraße im österreichischen Salzkammergut im Tiefschlaf. Doch Herbert Grünsteidl steht schon in den Startlöchern. Der ehemalige Rallyecross-Europameister schätzt das Erlebnis, wenn der Wind durch die heruntergelassenen Fensterscheiben strömt. Sich von seinem Oldtimer durch die Landschaft tragen zu lassen symbolisiert für ihn pure Freiheit. Den in, Hunderten von Arbeitsstunden aufwändig restaurierten Oldtimer schonend in der Garage parken? Für Herbert Grünsteidl keine Option. Dafür hat er zu viel Benzin im Blut. „Das war schon immer ein Sportwagen, er muss also auch wie einer gefahren werden“, erklärt er. Herbert Grünsteidl geht es nicht um Auspuff-Sound oder quietschende Reifen, sondern um das Fahrerlebnis, welches ihm ein Auto geben kann. Das Wechseln der Umgebung, der Fahrtwind, das Spiel mit den Kräften bis zur Grenze und darüber hinaus. Der Platz hinter dem Steuer ist das Wohnzimmer der Rallye-Legende. Den BMW 2002 ti hat Herbert Grünsteidl in liebevoller Kleinarbeit bis auf die letzte Schraube zerlegt und mit vielen Neuteilen wieder aufgebaut. Und so ist jede Fahrt in seinem Oldtimer für ihn mit besonderen Emotionen verbunden.

Herbert und sein BMW

Für Herbert Grünsteidl sind Fahrzeuge wie der BMW ti ein Lebensgefühl. Geschwindigkeit spielt natürlich eine Rolle, die Faszination liegt aber auch in ruhigeren Details wie der Linienführung und Materialwahl im klassischen Automobildesign. Außerdem ist Grünsteidl ein Purist, den Mechanik seit jeher magisch anzieht.    Dank kompakter Abmessung, starkem Motor, geringem Gewicht und Hinterradantrieb bietet der BMW 2002 ti jede Menge Fahrspaß. Mit etwa 100 PS und zwei Doppelvergasern ausgestattet war man mit ihm mit fast 200 Sachen auf der Autobahn unterwegs. Selbst ein Porsche 911er war damals kaum schneller.

Rückblickend mag der BMW 2002 eher bürgerlich und konventionell wirken. Wer es nicht erlebt hat, ahnt kaum, dass dieses Auto vor 40 Jahren die Freude am Fahren in einer neuen Klasse kultiviert hat. Im Grunde bis heute. 

Mehr zum Herberts automobilen Lebensgefühls wie zum Fotografen Julius Hirtzberger in der aktuellen RETROWELT Ausgabe #22 und hier im Interview

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